büro
für vielfältiges erzählen

„Stories matter. Many stories matter. Stories have been used to dispossess and to malign, but stories can also be used to empower and to humanize. Stories can break the dignity of people, but stories can also repair that broken dignity.“

Chimamanda Ngozi Adichie,
„The danger of a single story“, TEDGlobal, 2009.

Geschichten formen Gesellschaft. Gesellschaft formt Geschichten.

Wie die Autorin Chimamanda Adichie es ausdrückt, ist „die Gefahr einer einzelnen Geschichte“, dass sie Klischees und  Stereotype verbreitet, die unseren Blick auf die Gesellschaft einengt. Denn das Problem mit Stereotypen ist nicht, dass sie unwahr, sondern dass sie unvollständig sind.

Von diesem TEDTalk inspiriert, haben wir uns gefragt, wie wir jenseits von Klischees erzählen können und welche Möglichkeiten solche Geschichten bieten. Gemeinsam haben wir ein dramaturgisches Modell erarbeitet, das Kreative* und Medienschaffende* dabei unterstützen soll, in ihren Werken die Vielfalt unserer Gesellschaft abzubilden und damit ihre Geschichten reicher zu machen. In unserer dramaturgischen Beratung, unseren Vorträgen, Workshops und Trainings wollen wir für dieses Thema nicht nur sensibilisieren, sondern auch alle in die Lage versetzen, den Blick zu erweitern und jenseits von abgenutzten Stereotypen erzählen zu können.



Das Kollektiv

Das Büro für vielfältiges Erzählen wurde 2019 von Letícia Milano und Johanna Faltinat gegründet und bietet seitdem Trainings, Vorträge und dramaturgische Beratung für Kreative* und Medienschaffende* an. 

Letícia Milano ist Journalistin und Autorin. In ihrem ersten Leben war sie eine weiße, studierte Frau aus der Mittelschicht Brasiliens, die auch als Regisseurin beim Theater gearbeitet hat. Mit ihrem Umzug nach Deutschland ist sie mit ihrer lateinamerikanischen Herkunft zu einer Woman of Color geworden. Sie schreibt vor allem Serien, Hörspiele und Games. Auf Deutsch.

Johanna Faltinat ist Dramaturgin und Projektmanagerin. Als weiße, gesunde Westdeutsche ist sie vor allem privilegiert, kennt als Frau aber auch strukturelle Diskriminierung. Menschen mit ihren Erkenntnissen und Erfahrungen in Bezug auf Diskriminierung in Kontakt zu bringen, darüber zu sprechen und gemeinsam Anwendung in den jeweiligen Arbeitsbereichen zu finden, ist die Brücke zwischen dem, was sie kann und dem, was sie interessiert. 

Mit unserem dramaturgischen Aktivismus wollen wir für dieses Thema nicht nur sensibilisieren, sondern alle in die Lage versetzen, den Blick zu erweitern und jenseits von Stereotypen erzählen zu können. So wie wir miteinander arbeiten – immer im Austausch und mit großem Interesse an der Perspektive voneinander – arbeiten wir auch in unseren Workshops, Trainings und Begleitungen immer im Dialog.

Als weiß/of colour-Duo bieten wir sowohl Sensibilisierung und Informationen zum Thema als auch Beratungen und Trainings anhand unseres dramaturgischen Modells, DAS BEGEHREN DER ANDEREN*.


Das Angebot

Diversität, Vielfalt und Inklusion sind in aller Munde. Diskussionen über Rassismus und Gleichberechtigung sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Und auch nicht aus Film und Fernsehen. Mittlerweile fordern fast alle mutige und vielfältige Geschichten, Kreative* und Entscheider:innen sind aber selbst oft unsicher, wie sie mit der Thematik umgehen können. Wie können wir wirklich vielfältig erzählen? Eine schwierige Frage für alle, die an der Entwicklung und Ausgestaltung von Filmen- und Fernsehformaten arbeiten. 

Wir haben eine Antwort auf diese Frage, die über eine Sensibilisierung für das Thema hinausgeht: DAS BEGEHREN DER ANDEREN* – ein dramaturgisches Modell für das Erzählen von Figuren aus unterrepräsentierten und marginalisierten Gruppen. In Trainings, Workshops und Vorträgen für unterschiedliche Gruppengrößen von Kreativen* und Medienschaffenden* erklären und – mit genügend Zeit – üben wir den Umgang mit unserem Werkzeug. 

Darüber hinaus oder in Kombination mit unseren Workshops bieten wir dramaturgische und diskriminierungssensible Lektorate (siehe Blogbeitrag Diversitätskritischer Report) und Beratungen ebenso wie Sensitivity Reading in allen Entwicklungsstufen für fiktionale und non-fiktionale Stoffe an. Auf Wunsch begleiten wir ganze Teams und/oder Projekte, die sich sowohl inhaltlich als auch personell den Herausforderungen von Vielfalt und echten Verbündeten* stellen wollen.

Zu den aktuellen Terminen für unsere Workshops und Masterclasses bitte hier entlang!

Auch in Keynotes und Vorträgen stellen wir gerne unsere Arbeit vor. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Unsere Arbeit beschrieben von unseren Auftraggeber:innen:
Wendepunkt N° 48, November 2020 als PDF

Am 20.05.2021 nahm Letícia Milano an dem Panel von der Deutschen Akademie für Fernsehen „Wir müssen reden! Ethnische Diskriminierung und Stereotype in deutschen Drehbüchern!?“ teil. Die Diskussion in voller Länge ist hier zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=gs7-q3cNsCE

Am 3.07.2021 waren wir mit einem Workshop beim Jahrestreffen der Junges Verlags- und Medienmenschen. Eine Teilnehmende berichtet:

https://www.jungeverlagsmenschen.de/weise-fragen-und-bittere-erkenntnisse-ein-kurzer-bericht-zum-workshop-hindernislauf-vielfaeltiges-erzaehlen/

In der 50. Ausgabe von VeDRA-Magazin Wendepunkt steht das Thema Diversität in der Stoffentwicklung im Mittelpunkt. Dort schreiben wir einen Plädoyer für diversitätskritische Analysen von Film- und Fernsehstoffen. Den PDF kann hier heruntergeladen werden:

Wendepunkt N°50, Juni 2021


Partner:innen & Inspirationen


Kontakt

Wir leben und arbeiten in Berlin.
Wir freuen uns aber sehr über Einladungen in andere Gegenden Deutschlands und Europas.

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